Twitty Tister – Die Frühen Jahre (1979-89)

Sie sind die alten Newcomer, die Band die immer war und immer sein wird und doch immer knapp unter der Oberfläche kocht, die Combo im Ultraschallbereich bei der die Notaufnahme rockt. Ihr wisst von wem ich rede, oder? Den einzigartigen, den unnachahmlichen, den oft kopierten aber nie erreichten „Twitty Tister“.

Irgendwann in den späten 70ern gegründet machte sich das Trio als Coverband der völlig unbekannten Heiderock-Band „Die Torfleichen“ einen Namen, vor allem in Dorfdiscos im Umkreis von 300 Meter um das Geburtshaus des Bassisten „DanMan“.

DanMan, gebürtiger Hans-Peter Hollunderblatt, war vor seiner musikalischen Laufbahn als Vertreter für orthopädische Schuheinlagen in den Altersheimen des Landes weit hin bekannt und geschätzt, noch heute ungeschlagen ist sein Rekord im Simultanbingo.

Zum ersten Mal aufmerksam auf die „Torfleichen“ wurde er, als es zu einem traurigen Anlass eine makabre musikalische Verwechslung gab über die hier auf Grund eines richterlichen Beschlusses nicht näher eingegangen werden kann. Bald traf er auf LiLL-E und Lemmie (nein, nicht der mit der Warze), zwei sich ständig zankende Hobbymusiker aus dem Geschlecht der Bänkelsänger. LiLL-E und Lemmie verhalten sich noch heute wie Geschwister und /oder Eheleute. Entsprechende Gentests zur Klärung der Situation wurden von beiden Seiten bisher abgelehnt.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass DanMan selbst für Katzen keinen annehmbaren Gesang produzieren konnte weshalb Lemmie das übernahm. Im Grunde war da auch nicht besser aber wenigstens hatte Lemmie ein weit weniger ausgeprägtes Schamgefühl. LiLL-E schreibt quasi seit der ersten Bandprobe die Texte da DanMan Reime auf Grußkartenniveau und Lemmie nur Anzüglichkeiten zu erstellen im Stande ist. LiLL-Es Texte sind zwar toll aber bisher haben sie noch keinen Cent verdient da sie das Zeug immer gleich auf Twitter stellt und dann ist es eben frei, ihr wisst eh, wie Freibier.

Erste Auftritte der Band erwiesen sich als mittlere Katastrophen, gut unterrichtete Kreise behaupten, dass die Cuba-Krise nichts anderes war als eine präventive Vertuschung einer dieser Events und seiner Folgen, woher man schon in den 60ern von der Band wusste bleibt indes ungeklärt, ein Zusammenhang mit Jean-Claude Van Damme und TimeCop ist nicht ausgeschlossen.  

Mit jeder Tournee wurden Twitty Tister aber beliebter und gefragter, vor allem unter Alchemisten, Yogalehrern, Fernsehquizmoderatoren (aus Gründen) und Ohrenärzten die statistisch nachweisen konnten, dass ein Besuch von Twitty Tister die Patientenanzahl in den nächsten Monaten um sagenhafte 120% in die Höhe schnellen ließ. Das Gesundheitsministerium unterließ es nach entsprechenden Zahlungen auf diese Information zu reagieren jedoch mussten ab 1981 alle Besucher von Twitty Tister Konzerten einen Aufkleber tragen mit der Schrift „Der Besuch eines Twitty Tister Konzertes kann ihre Spermienzahl verringern“, auch die weiblichen Besucher. Bis heute ist kein Fall einer Empfängnis während eines Twitty Tister Konzertes bekannt geworden.

Spätestens seit ihrem legendären Auftritt auf dem „Puke“ Festival 1984 gehören Twitty Tister zu den führenden Göttern im Rock Olymp und damit meine ich Sex, Drugs and Rock’n’Roll, und Patrizid und Größenwahn und was noch so alles los ist im Olymp.

Das Puke Festival, 1991 von der Gesundheitspolizei eingestellt, war eine Veranstaltung wie es sie so seit Woodstock nicht mehr gegeben hat und das jedes Jahr. Das besondere Flair wurde dieser höchsten aller musikalischen Zusammenkünfte dadurch verliehen, dass nicht etwa auf einer Blumenwiese sondern einem 120km² großen Areal, knietief mit Erbrochenem bedeckt, gefeiert wurde. Imbissbudenbesitzer hatten weniger Freude mit dem Ambiente da die meisten Gäste, um Geld zu sparen, direkt das Vorverdaute futterten. Wahrlich viele Legenden ranken sich um „Puke“. Beim Auftritt von Twitty Tister soll der aktuelle Stand des Erbrochenen um 28cm gestiegen sein, eine Sensation die weder davor noch danach jemals wieder erreicht wurde. Bahnbrechend auch die 23-minütige Auseinandersetzung zwischen LiLL-E und Lemmie bei der neue Schimpfwörter entwickelt wurden die bis heute im Bundesinnenministerium unter Verschluss gehalten werden.

An dieser Stelle muss auch ein Stück Geschichte berichtigt werden. Die Berliner Mauer fiel nicht auf Grund der heroischen Bemühung eines gewissen David Hasselhoff, nein, vielmehr spielten Twitty Tister in der Nachbarschaft. Als DanMan verkündete „Ich bin ein Berliner“, begann eine panische Stampe die mit der deutschen Einheit endete. DanMan trauert bis heute einer speziellen Essiggurkensorte nach.

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